
Product Description
von Elliott Prasse-Freeman (Autor)
Jahrzehntelang kannte die Außenwelt Myanmar hauptsächlich als Schauplatz eines tapferen Menschenrechtskampfes gegen ein unterdrückerisches Militärregime, vor allem durch die Figur der Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi. Doch ein genauerer Blick auf die burmesische Basisstimmung offenbart eine erhebliche Kluft zwischen kosmopolitischen Menschenrechtseliten und subalternen burmesischen Subjekten, die unter brutaler und nachlässiger Regierungsführung agieren. Während Eliten Menschenrechtslogiken befürwortet haben, sind Subalterne ambivalent und gehen oft so weit, Rechte selbst abzulehnen, da sie darin nicht mehr als leere Versprechungen sehen. Solche alternativen Perspektiven wurden während Burmas vielgelobter zehnjähriger „Transition“ von der Militärherrschaft, die 2011 begann, einer Zeit massiver Veränderungen, die eine Explosion des politischen und sozialen Aktivismus mit sich brachte, deutlich.
Wie betreiben Menschen dann Politik, wenn ihnen die rechtlich und symbolisch stabilisierende Kraft der „Rechte“ fehlt, um ihre Interventionen gegen Ungerechtigkeit zu gewährleisten? In diesem Buch dokumentiert Elliott Prasse-Freeman politische Aktivisten an der Basis, die sich für Arbeiter und Bauern in ganz Burma einsetzen, nicht nur die sogenannte „demokratische Transition“ von 2011–2021, sondern auch den Militärputsch vom Februar 2021, der dieses Experiment beendete, und den anhaltenden Massenaufstand dagegen. Der Leser wird von Protestcamps über Flop-Häuser bis hin zu Gefängnissen geführt und lernt so unterschiedliche Praktiken wie Selbstverbrennung vor Gericht, okkulte Fluchzeremonien und Landbesetzungen kennen. Rights Refused zeigt, wie die subalterne Politik in Burma uns zwingt, zu überdenken, wie Rechtsrahmen überall funktionieren.
Autorenbiografie
Elliott Prasse-Freeman ist Assistenzprofessor für Soziologie und Anthropologie an der National University of Singapore.




