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von Paul Radin (Autor), John Dewey (Vorwort von)
Erstmalig 1927 veröffentlicht, stellt Primitive Man as Philosopher einen Meilenstein in den frühen anthropologischen Studien dar. In diesem Werk demonstriert Paul Radin die problematische Natur der Unterscheidung zwischen „primitiven“ und „zivilisierten“ Kulturen. Er verfolgt Ideen wie die Natur des Guten und der Wahrheit, den Sinn des Lebens und die Realität des Todes in verschiedenen Kulturen und hebt hervor, wie primitive Kulturen in vielerlei Hinsicht in ihren intellektuellen und moralischen Perspektiven genauso ausgeklügelt sind wie vermeintlich „fortschrittlichere“ Zivilisationen. Während einige geneigt sein könnten, Radins These als Fortsetzung des romantischen Mythos vom „edlen Wilden“ zu betrachten, lehnt er diese Vorstellung als im Wesentlichen unentwickelt ab.
Neben der methodischen Formulierung seines Arguments findet Radin auch Raum, seine Prosa mit einer reichhaltigen Auswahl an Geschichten, Mythen, Gedichten und Sprichwörtern zu bereichern, was Primitive Man as Philosopher sowohl zu einem wichtigen Beitrag zur Anthropologie als auch zu einer glänzenden Anthologie für sich macht.




