
PRODUKTBESCHREIBUNG
von George B. Stauffer (Autor)
Im Nachruf, der kurz nach seinem Tod erschien, wurde Johann Sebastian Bach als „der weltberühmte Organist“ und „der größte Organist, den wir je hatten“, beschrieben. In Hamburg, Dresden und anderen Großstädten begeisterte Bach das Publikum mit seinem Orgelspiel, indem er Passagen mit den Füßen spielte, die viele für die Hände für unmöglich hielten. Ein Augenzeuge erklärte, er habe so etwas noch nie gesehen. Seine erhaltenen Orgelwerke – mehr als 250 Choralsätze und freie Stücke – sind gefüllt mit kühnen, dramatischen Passagen und völlig unabhängigen Pedalstimmen. Sie stellen den wichtigsten Werkkomplex im Orgelrepertoire und das einzige Genre dar, dem Bach sein ganzes Leben lang kontinuierlich gewidmet war, von seinen frühesten Versuchen als Teenager in Ohrdruf bis zu seinen letzten Überarbeitungen auf dem Sterbebett als Kantor in Leipzig.
In dieser neuen Untersuchung zeichnet der führende Musikwissenschaftler George B. Stauffer die Entwicklung von Bachs Orgelwerken innerhalb des breiten Spektrums seiner Entwicklung als Komponist nach. Mit detaillierten Diskussionen der einzelnen Stücke zeigt das Buch, wie Bach zunächst auf zeitgenössische Modelle aus Deutschland und Frankreich zurückgriff, bevor er einen persönlichen Stil entwickelte, der auf den Konzerten von Antonio Vivaldi basierte. In Leipzig ging er noch weiter und synthetisierte nationale und historische Stile, um kosmopolitische Meisterwerke zu schaffen, die Raffinesse und Eleganz ausstrahlen. Als Hintergrund für dieses Wachstum diente die Entstehung der mitteldeutschen vorromantischen Orgel, die Bach dazu inspirierte, Stücke mit einzigartigen kammermusikalischen, choralen und orchestralen Qualitäten zu schreiben. Stauffer verfolgt diese Entwicklungen Schritt für Schritt und zeigt, wie Bachs unaufhörliche Suche nach Neuheit, Innovation und Verfeinerung zu Orgelwerken führte, die Zuhörer noch heute belohnen und in Erstaunen versetzen.Autor Biography
George B. Stauffer ist Distinguished Professor für Musikgeschichte und emeritierter Dekan der Mason Gross School of the Arts, Rutgers University. Er ist bekannt für seine Schriften über die Musik und Kultur des Barock und insbesondere über das Leben und Werk von Johann Sebastian Bach. Er hat acht Bücher geschrieben oder herausgegeben, darunter Bach: The Mass in B Minor und The World of Baroque Music, und er hat zahlreiche Artikel zu amerikanischen, europäischen und asiatischen Fachzeitschriften beigetragen. Er hat auch Beiträge für The New York Review of Books, The New York Times und The Weekly Standard verfasst. Stauffer hat Guggenheim-, Fulbright-, ACLS-, IREX- und Bogliasco-Stipendien erhalten und ist ein häufiger Redner auf Bach-Festivals, in Konzertsälen und an Universitäten in den Vereinigten Staaten und im Ausland. Als ehemaliger Präsident der American Bach Society ist Stauffer Mitherausgeber der Leupold Edition von The Complete Organ Works of Johann Sebastian Bach.


